Sieben Dopplezweige für NOS-Nachwuchs

Wiedergutmachung nicht geglückt

Seit dem ENST 2009 in Le Mouret haben die Nordostschweizer Nachwuchsschwinger am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag (ENST) einen schweren Stand. Dies besserte sich auch bei der sechsten Austragaung 2021 in Schwarzenburg nicht. Am Ende resultierten sieben Doppelzweige.

In der untersten Kategorie (Jahrgang 2006) reichte es zu dreien Doppelzweigen. Simon Fäh (Rang 3b), Mathias Jäger (7c) und Nico Moser (7e). Simon Fäh aus dem Gasterland verloren zu Beginn gegen den Walliser Anthony Fontaine. Nach drei Siegen in Serie war er wieder beiden Leuten doch gegen Sinisha Lüscher musste er eine weitere rasche Niederlage in Kauf nehmen. Mit einem abschliessenden Erfolg über den Rigiverbändler Benno Heinzer glükte ihm eine Spitzenklassierung. Der Appenzeller Mathias Jäger gewann den ersten Gang, ehe der Faden riss. Im Ausstich aber gewann er beide Duelle, zuletzt gegen den Nidwaldner Urs Näpflin. Einen denkbar schlechten Start erwischte Nico Moser mit drei Niederlagen. Mit ebensovielen Siegen in der zweiten Tageshälfte reichte es dem Thurgauer auf den gleichen Rang wie Jäger. Überlegener Sieger wurde der Aargauer, jedoch für Solothurn schwingende, dunkelhäutige Sinisha Lüscher mit sechs Siegen. Im Schlussgang bezwang er den Nidwaldner Stefan Hurschler in der neunen Minute mit Schlungg.

Berner Angelegenheit

Der mittlere Jahrgang war fest in Berner Hand, so dass es bereits im dritten Gang zu Direktduellen kam. Im Schlussgang bezwang der Oberaargauer Daniel Tschumi den Emmentaler Fabian Stucki in der letzten Minute mit Wyberhaken. Bei einem sich abzeichnenden Unentschieden hätte ein weiterer Mutze, der Emmentaler Favorit Michael Moser geerbt. Bester NOS-Schwinger und zugleich bester Nicht-Berner wurde Matthias Eisenhut im Rang fünf. Dem Turner glückten vier Siege, zuletzt über den Aargauer Dominic Strebel. Für die zweite Erfolgsmeldung war Elias Kundert im Rang acht besorgt. Der Hinterhurgauer holte den Zweig mit drei Siegen, zuletzt gegen Joel Gfeller. Auch der Rapperswiler Tobias Lacher hatte Grund zum Jubeln. Auch im glückten drei Siege, was zum Zweig im Rang 9d langte. Knapp am Zweig vorbei schwang der Appenzeller Raphael Schiegg.

Odermatt überraschte

Nur einen Zweig, was sicher nicht den Erwartungen entsprach, gab es bei den Ältesten (Jahrgang 2004). Hier zeigte der Zürcher Oberländer Gian-Maria Odermatt einen beherzten Auftritt. Er bezwang im Anschwingen Mitfavorit Kevin von Wyl und anschliessend auch Raphael Schreiber. Mit zwei Unentschieden gegen Benjamin Züger und Etienne Burger vergab er seine gute Position. Weil sich der Festverlauf am Nachmittag mit vielen Gestellten überschlug, war nach fünf Gängen den Zuger Luca Müller auf einmal der Konkurrenz 1,50 Punkte enteilt. So musste nach Reglement ausgeschwungen werden und weil sich Gian-Maria Odermatt gegen den Nordwestschweizer Namensvetter Jonas Odermatt eine Zehn holte, reichte es dem befreit aufschwingenden Oberländer doch noch für den Schlussgangeinzug. Dabei konnte er aber den körperlich überlegenen Zuger Eidgenossen-Sohn nicht mehr in Gefahr bringen. „Ich merkte, dass Luca einen sehr guten Stand hatte. Aus Vorsicht in einen Konter zu laufen, riskierte ich nicht mehr das Letzte“, sagte der trotzdem glückliche Zürcher Odermatt. Er war mit seiner Schlussgangteilnahme die positive Überraschung aus NOS-Sicht. Auf einen Sieg müssen sich die NOS-Athleten aber seit Samuel Giger (2015 in Aarburg) weiter gedulden. Alle übrigen Trümpfe scheiterten an der Zweighürde, so auch NOS-Sieger Tobias Schönenberger. 

ENST-Bilanz (Total 47 Doppelzweige / 3 Kategorienseiger): ISV 14 / 1, NWS 11 / 1, BKSV 11 / 1, NOSV 7, SWS 4

Jakob Heer, NOSV Berichterstatter

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